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Der älteste Nordhorner
Schützenverein besteht seit 100 Jahren und hat im Jahr 2006 sein
hundertjähriges Bestehen feiern können.
Im Frühjahr 1906 kamen auf
Veranlassung von
Johann Schluiter
eine Anzahl junger Leute im Westenbergschen Lokal zusammen, um über die
Gründung eines Schützenvereins zu beraten. Der Gedanke wurde bereits auf
dieser Versammlung in die Tat umgesetzt, und da die Gründer fast
ausnahmslos aus der damals reichen Gemeinde Frensdorf kamen, erhielt der
Verein den Namen ,,Frensdorfer Schützenverein". Für die Satzung diente
als Grundlage die Satzung der Schüttorfer Schützengilde. Das
Gründungslokal wurde auch zum Vereinslokal bestimmt und hier wurden die
Vorstandssitzungen bis 1966 abgehalten.
Der erste Vereinsvorsitzende hieß Johann
Kesekamp, sein Vertreter war Evert Somberg. Da für die Anschaffung von
Gewehren, Fahne und der anderen für das Feiern eines Schützenfestes
notwendigen Utensilien größere Geldbeträge notwendig waren, entwickelte
sich der Verein zunächst recht zögerlich, obwohl man von Anfang an über
einen verhältnismäßig großen Stamm von Mitgliedern verfügte.
Drei Jahre nach der Gründung konnte dann
das erste Schützenfest verbunden mit der Fahnenweihe gefeiert werden.
Die Königskette wurde seinerzeit von der Gemeinde Frensdorf gestiftet.
Der Verein wuchs stetig und nur durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges
wurde das rege Vereinsleben jäh unterbrochen. Viele Schützenbrüder
mussten ins Feld und kehrten nicht wieder zurück. Viel Vereinseigentum
ging in diesen turbulenten Zeiten unwiederbringlich verloren.
1924 in diesem Jahr wurde das noch jetzt
gültige Vereinslied getextet und komponiert blühte der Verein erst
wieder richtig auf. Einige Schützenkameraden pochten auf starke
Neuerungen (u.a. wollten sie statt des Königschießens das Ausschiessen
des ,,besten Mannes"), konnten sich aber nicht durchsetzen und verließen
daraufhin die Gemeinschaft. Im Jahre 1930 errichtete unser Verein auf
einem von der Fa. Niehues & Dütting kostenlos zur Verfügung gestellten
Gelände in der Wehre einen 100 m langen Schiessstand mit davor
befindlichem Festplatz. Während zuvor die Feste tagsüber auf den Plätzen
von Evers-Kotting bzw. Müller und des abends in einem Saal in der Stadt
gefeiert werden mussten, konnten die Frensdorfer nun in einem Zelt
feiern. Zehn schöne Schützenfeste konnten hier gefeiert werden, dann
mußte das Gelände leider wegen Eigenbedarfs der Firma Niehues & Dütting
wieder geräumt werden. Inzwischen war der 2. Weltkrieg ausgebrochen, und
von einem geregelten Vereinsleben konnte nicht mehr die Rede sein.
Vereinzelt wurden zwar noch Versammlungen abgehalten, der
Teilnehmerkreis war aber sehr klein. In dieser gesamten Epoche war der
bei der Stadt Nordhorn beschäftigte Gerhard Klopmeyer
Vereinsvorsitzender.
Nach dem Zusammenbruch des Dritten
Reiches und der nachfolgenden Besatzungszeit wurden keine Schützenfeste
gefeiert. Erst 1949 war es endlich wieder soweit. In den Anlagen der
Gastwirtschaft Nyhoegen wurde der erste König nach dem 2. Weltkrieg
durch Armbrustschießen ermittelt. Ab dem darauffolgenden Jahr bis heute
erfolgt das Königsschießen mittels Jagdgewehr auf einen aus Holz
gefertigten präparierten Vogel von der Stange. Seit einigen Jahren
feiern die Frensdorfer ihr Sommerfest unweit der Bentheimer Straße an
Nyhoegens Brücke. Die Bäume des auf diesem Areal angelegten Königswaldes
haben bereits eine stattliche Höhe erlangt. Die Verantwortlichen des
Vereins hoffen deshalb, dass dieser Ort noch lange Heimstatt bleiben
wird. So häufig wie die Frensdorfer musste in Nordhorn nämlich noch
kein Verein umziehen. Umzüge, die immer mit sehr hohen Kosten verbunden
waren und die der Verein, mal abgesehen von den geringen Zuwendungen der
öffentlichen Hand, immer aus Eigenmitteln bestreiten mußte!
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